
FLASCHENPOSTAMT
Das Flaschenpostamt lädt Passant*innen und Besucher*innen ein, eine persönliche Botschaft zu verfassen und per Flaschenpost mit anderen zu teilen. Auf diese Weise können individuelle Erfahrungen, Perspektiven, Gefühle oder Ideen gesammelt und ausgetauscht werden. Das vertraute spielerische Motiv ist niederschwellig und einladend, intim und anonym verfasst und dabei gleichzeitig zum Finden und Lesen angelegt.
Auf jedem Briefbogen befindet sich eine einleitende Fragestellung oder Schreibeinladung. “Wie ging’s dir in der Pandemie” oder auch “Was braucht dieser Ort?” - das Flaschenpostamt ist ein flexibles Format, das vielfältig an Projektthemen und -veranstaltungen angedockt und mit ihnen kombiniert werden kann, ob Ausstellung, Festival oder Projekt-Tag. Es kann als stationäres Postamt an einem festen Ort auf Passant*innen warten oder als mobile Flaschenpostbriefträgerin auf sie zu gehen.





Eine Station zum Schreiben lädt zum Äußern der eigenen Perspektive ein, eine Station zum Öffnen und Lesen anderer Botschaften lässt in die Erfahrungs- und Gedankenwelt anderer Eintauchen. So entsteht eine indirekte Kommunikation zwischen Schreibenden und Lesenden. Das niederschwellige und spielerische Mitmachen fördert besonders spontane und emotional-angereicherte Eindrücke von Teilnehmenden, die bei konventionellen Methoden in der qualitativen Forschung schwerlich zu erhalten sind.
“Its participatory and arts-based data collection approach enabled spontaneous and emotionally rich accounts that are rarely captured through conventional qualitative methods.”
Neugebauer, Führer, Schuster, Marx, Waldschmitt, Yilmaz-Aslan, Brzoska 2026: Retrospective narratives of COVID-19 experiences: A qualitative study of written accounts by people in public in the context of a performative intervention, S. 10


Hier haben wir bereits Flaschenpost ausgetragen:
